Zubehör für Totalstationen richtig zusammenstellen
Eine Totalstation misst nicht allein. Zwischen Instrument und Koordinate liegen Dreifuss, Stativ, Lotstab, Prisma, Akku und ein Behälter, der alles zur nächsten Baustelle bringt. Fällt eines dieser Teile aus oder passt es nicht zur Baureihe, steht der Trupp. Dieser Ratgeber ordnet das Sortiment nach Baugruppen und erklärt, woran die Kompatibilität tatsächlich hängt.
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- Vier BaugruppenAkku, Lotstab, Behälter, Kleinteile
- 7,4 bis 14,4 VAkkuspannung je nach Baureihe
- 5/8 ZollStandardgewinde für Stativ, Lotstab und Prisma
Zwei Seiten einer Messung
Jede tachymetrische Messung hat eine Standpunktseite und eine Zielpunktseite. Auf der Standpunktseite steht die Station: Stativ, Dreifuss, Instrument, Akku, bei grossen Distanzen oder mit dem AP20 dazu der Funkgriff. Auf der Zielpunktseite bewegt sich der Lotstab mit Prisma und Feldrechner durch die Baustelle.
Diese Trennung entscheidet, was Sie doppelt brauchen. Von der Standpunktausrüstung genügt ein Satz. Beim beweglichen Teil rächt sich jede Lücke sofort: ein fehlender Wechselakku, eine abgebrochene Lotstabspitze oder eine Zweibeinstrebe, die auf der letzten Baustelle liegen blieb, kosten den halben Tag.
Die Baugruppen im Überblick
Das Sortiment ist nach Baugruppen sortiert, nicht nach Gerätemodellen. So finden Sie das passende Teil auch, wenn Sie zwei Instrumentengenerationen parallel im Einsatz haben.
| Baugruppe | Seite | Wofür | Beispiele |
|---|---|---|---|
| Akkus und Ladegeräte | Beide | Energie für Station, Antenne und Rohrlaser | GEB223, GEB364, GKL341 |
| Baulotstab und Zweibein | Zielpunkt | Prisma oder Antenne über den Punkt bringen | CRP1, CRP4, Spitzen |
| Prismen | Zielpunkt | Rückstrahler für das bewegliche Ziel | Rund- und 360-Grad-Prismen |
| Reflexzielmarken | Zielpunkt | Feste Punkte am Bauwerk, flach geklebt | 21 bis 220 mm |
| Dreifüsse und Kleinteile | Standpunkt | Unterbau, Funkverbindung, Datentransfer | GDF323, CCD18, MS1 |
| Stative | Standpunkt | Höhe und Standfestigkeit des Instruments | Holz, Alu, Carbon |
| Behälter und Tragesysteme | Transport | Schutz auf dem Weg zur Baustelle | GVP748, GVP716 |
Meterriss-Plaketten stehen in einer eigenen Kategorie, weil sie nicht nur mit der Totalstation, sondern auch mit Rotationslaser und Nivellier gesetzt werden.
Kompatibilität hängt an der Baureihe
Der häufigste Fehlkauf entsteht aus der Annahme, Leica Zubehör passe an jedes Leica Gerät. Massgeblich ist die Baureihe, nicht die Marke und nicht das Baujahr. Am deutlichsten zeigt sich das beim Akku: die Robotikstationen der iCR-Reihe arbeiten mit 7,4 Volt, die Tachymeter der iCB-Reihe mit 14,4 oder 10,8 Volt. Die Gehäuse sehen sich ähnlich, die Zellen dahinter nicht.
Dasselbe gilt für den Unterbau. Unter eine Leica iCON iCR70 gehört der Dreifuss GDF323, unter eine Leica iCON iCB70 der GDF301. Beide sitzen auf demselben 5/8-Zoll-Stativkopf, aber die Instrumentenaufnahme unterscheidet sich.
Drei Angaben, die vor der Bestellung feststehen sollten
- InstrumentenbezeichnungNicht nur iCR, sondern iCR70 oder iCR80. Die Ziffer entscheidet über Akku und Dreifuss.
- Vorhandener AkkutypDie GEB-Nummer steht auf dem Akku. Danach richtet sich, welches Ladegerät passt.
- Gewinde am Zielpunkt5/8 Zoll am Baulotstab, 1/4 Zoll am Mini-Reflektorstab. Adapter überbrücken, ersetzen aber keinen passenden Stab.
Was auf der Baustelle am häufigsten fehlt
Aus der Erfahrung im Service sind es selten die grossen Teile, die den Trupp stoppen. Es ist die abgenutzte Lotstabspitze, das Netzteil, das im anderen Fahrzeug liegt, oder der zweite Akku, den niemand nachgeladen hat.
Der Ersatzteilsatz, der ins Fahrzeug gehört
Ein geladener Wechselakku je Gerät, eine Ersatzspitze für den Baulotstab, ein Netzkabel für die Schweizer Steckdose und der USB-Stick für den Datentransfer. Zusammen kosten diese vier Positionen weniger als ein verlorener halber Arbeitstag.
Die Zielhöhe ist die häufigste Fehlerquelle
Zubehör beeinflusst die Messung stärker, als seine Preisliste vermuten lässt. Die Höhe des Prismas über dem Punkt geht ungeprüft in jede Höhenkoordinate ein. Wird der Lotstab auf 2,00 Meter gestellt, im Feldrechner aber noch 1,50 Meter aus dem Vortag gespeichert, sind sämtliche Höhen um 50 Zentimeter falsch, ohne dass eine Kontrollanzeige anspringt.
Deshalb lohnen sich Lotstäbe mit definierten Rastpunkten und Systeme, die die Zielhöhe selbst melden. Der CRP4 Baulotstab erkennt am AP20 AutoPole die Zielhöhe bis 2,20 Meter automatisch und übernimmt sie in die Messung.
Wie sich die Neigung des Lotstabs auf die Lage auswirkt, steht im Ratgeber zu Baulotstäben und Zweibeinstativen. Zu den Baulotstäben.
Warum ZETECH
Leica Partner seit 2003
Über zwei Jahrzehnte Erfahrung mit iCON Instrumenten und ihrem Zubehör.
Zertifizierte Servicewerkstatt
Von Leica zertifiziert für Wartung und Reparatur.
Kalibrierung mit Zertifikat
Prüfung und Justierung mit nachvollziehbarem Kalibrierzertifikat.
Zubehör aus einer Hand
Akku, Lotstab, Prisma und Behälter passen zueinander, weil sie zusammen ausgewählt werden.
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Häufige Fragen
Stativ, Dreifuss, ein geladener Akku und auf der Zielpunktseite ein Lotstab mit Prisma. Bei einer Robotikstation kommt der Feldrechner dazu, bei manuellen Tachymetern arbeitet ein zweiter Mann am Prisma. Alles Weitere richtet sich nach der Baustelle.
Nein. Massgeblich ist die Baureihe. Die iCR-Robotikstationen arbeiten mit 7,4-Volt-Akkus und dem Dreifuss GDF323, die iCB-Tachymeter mit 14,4 oder 10,8 Volt und dem GDF301. Nur der Stativkopf mit 5/8-Zoll-Gewinde ist über alle Baureihen hinweg gleich.
Das Stativ trägt die Höhe und steht auf dem Boden. Der Dreifuss sitzt auf dem Stativkopf und nimmt das Instrument auf. Er trägt die drei Fussschrauben zum Horizontieren und erlaubt die Zwangszentrierung, also den Tausch von Instrument und Prisma auf demselben Punkt ohne neue Zentrierung.
Nicht zwingend. Die iCR70 und iCR80 verbinden sich ab Werk per Bluetooth mit dem Feldrechner, gesteuert wird die Station vom Lotstab aus. Der Funkgriff CCD18 verlängert diese Verbindung über Langstrecken-Bluetooth und ist für den AP20 AutoPole Voraussetzung.
Ein geladener Wechselakku je Gerät ist die untere Grenze. Wer im Winter oder in Zweischichtbetrieb arbeitet, plant zwei ein: Kälte senkt die entnehmbare Kapazität deutlich, und ein Ladegerät wie die GKL341 lädt bis zu vier Akkus gleichzeitig über Nacht.
Das hängt an der Prismenkonstante, die in der Station hinterlegt sein muss, und an der Aufnahme. Baulotstäbe mit 5/8-Zoll-Gewinde nehmen die gängigen Rund- und 360-Grad-Prismen auf, Mini-Reflektorstäbe mit 1/4 Zoll die Miniprismen. Details stehen im Prisma-Ratgeber.
Sie hält den Baulotstab senkrecht, während Sie beide Hände für Feldrechner oder Markierung frei haben. Bei längeren Beobachtungen, Absteckungen und Kontrollmessungen ist sie der Unterschied zwischen einem ruhigen und einem wandernden Ziel.
Teilweise. Die Ladegeräte GKL311 und GKL341 decken einen breiten Bereich von GEB-Akkus ab, das GKL112 lädt die NiMH-Akkus GEB111 und GEB121 der Builder R100-Reihe. Lotstäbe, Prismen und Stative sind über das 5/8-Zoll-Gewinde ohnehin generationsübergreifend nutzbar.
Unsicher, welches Teil an Ihre Station gehört?
Nennen Sie uns die Instrumentenbezeichnung und die vorhandene Akkunummer. Wir stellen die passende Zubehörliste zusammen und sagen Ihnen, was Sie bereits haben.








