Ratgeber

Dreifuss, Funkgriff und Kleinteile verstehen

Vier kleine Positionen entscheiden darüber, wie präzise und wie schnell gemessen wird. Der Dreifuss trägt das Instrument und ermöglicht die Zwangszentrierung. Der Funkgriff verlängert die Funkverbindung zwischen Robotikstation und Feldrechner. Der Adapter bringt ein Miniprisma auf den Stab, und der USB-Stick holt die Daten vom Gerät.

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  • ZwangszentrierungInstrument und Prisma auf demselben Punkt
  • Langstrecken-BluetoothFunkgriff CCD18 für iCR70 und iCR80
  • 5/8 ZollGewinde zwischen Stativkopf und Dreifuss

Der Dreifuss ist der Unterbau, nicht das Stativ

Zwischen Stativkopf und Instrument sitzt der Dreifuss. Er trägt die drei Fussschrauben, mit denen das Instrument horizontiert wird, und die Verriegelung, mit der es aufgesetzt und wieder abgenommen wird. Das Stativ liefert Höhe und Standfestigkeit, der Dreifuss liefert die Feinausrichtung.

Die Zuordnung folgt der Baureihe. Unter eine Leica iCON iCR70 oder Leica iCON iCR80 gehört der GDF323, unter eine Leica iCON iCB70 oder Leica iCON iCB50 der GDF301. Beide sitzen auf demselben 5/8-Zoll-Stativkopf, unterscheiden sich aber in der Instrumentenaufnahme.

ArtikelTypFürFunktion
GDF323DreifussiCR50, iCR60, iCR70, iCR80PRO-Ausführung, ohne optisches Lot
GDF301DreifussiCB50, iCB70, Builder 309/509Ohne optisches Lot
CCD18FunkgriffiCR70 und iCR80Langstrecken-Bluetooth zum Feldrechner
GAD105AdapterMiniprismen CRP111 und GMP111Steckzapfen für Lotstab und Träger
MS1 USB StickSpeicherDatentransfer vom Instrument1 GB im Metallgehäuse

Zwangszentrierung: warum der Dreifuss stehen bleibt

Der eigentliche Grund für einen separaten Dreifuss ist die Zwangszentrierung. Der Dreifuss wird einmal über dem Punkt zentriert und horizontiert und bleibt dort stehen. Instrument, Prisma oder Zieltafel werden nacheinander in denselben Dreifuss gesetzt, ohne dass neu zentriert wird.

Damit entfällt der Zentrierfehler zwischen zwei Aufstellungen. Bei einem Polygonzug oder einer Netzmessung ist das der Unterschied zwischen einer Messung, die sich schliesst, und einer, die aufgeht wie ein Fächer. Wer den Dreifuss bei jedem Gerätewechsel mitnimmt, verschenkt genau diesen Vorteil.

Was ein Dreifuss leistet

  • ZentrierenBringt die Vertikalachse über den Bodenpunkt und hält sie dort.
  • HorizontierenDrei Fussschrauben stellen die Stehachse lotrecht, geprüft an der Dosen- und Röhrenlibelle.
  • WechselnInstrument raus, Prisma rein. Der Punkt bleibt derselbe, ohne neue Zentrierung.

Warum diese Dreifüsse kein optisches Lot haben

Klassische Dreifüsse tragen ein optisches Lot, durch das über den Bodenpunkt anvisiert wird. Bei den iCON Instrumenten übernimmt diese Aufgabe das eingebaute Laserlot im Gerät selbst. Ein zweites Lot im Dreifuss wäre eine zusätzliche Justierstelle, die regelmässig geprüft werden müsste.

Was das für die Zwangszentrierung bedeutet

Zentriert wird mit dem Instrument im Dreifuss. Erst danach wird gegen Prisma oder Zieltafel getauscht. Wer ausschliesslich Zielträger auf den Punkt setzen will, braucht dafür einen Dreifuss mit eigenem Lot oder zentriert vorab mit dem Instrument.

Der Funkgriff verlängert die Verbindung zum Feldrechner

Eine Robotikstation dreht sich selbst zum Ziel und folgt dem Prisma. Bedient wird sie dabei nicht am Gerät, sondern am Feldrechner beim Lotstab. Ab Werk verbindet sich die Leica iCON iCR70 oder Leica iCON iCR80 per Bluetooth mit dem Feldrechner. Der Funkgriff CCD18 stellt die Verbindung über Langstrecken-Bluetooth her und vergrössert so die Distanz zwischen Station und Lotstab.

Für den Leica AP20 AutoPole ist er Voraussetzung: Laut Leica arbeitet der AP20 nur mit einer Station, die einen Funkgriff CCD18 oder RH18 trägt.

Welcher Feldrechner mit der Station spricht, steht im Ratgeber zu den Tablets. Zu den Feldrechnern.

Adapter und Datentransfer

Miniprismen wie das CRP111 und das GMP111 haben keinen 5/8-Zoll-Anschluss, sondern einen Steckzapfen. Der Adapter GAD105 nimmt sie auf und setzt sie auf Lotstab oder Träger. So lassen sich enge Punkte anzielen, an denen ein Rundprisma nicht mehr hinkommt.

Für den Weg der Messdaten vom Instrument auf den Rechner führen wir den MS1 USB Stick mit 1 GB im Metallgehäuse. Ein Speichermedium, das den Baustellenalltag übersteht, ist kein Luxus: Der Stick aus der Schublade fällt aus, wenn er nass wird, und mit ihm die Aufnahme des Tages.

Warum ZETECH

Leica Partner seit 2003

Wir kennen die Zuordnung von Dreifuss und Instrument über alle Baureihen.

Zertifizierte Servicewerkstatt

Von Leica zertifiziert für Wartung und Reparatur.

Kalibrierung mit Zertifikat

Auch Dreifüsse werden geprüft und justiert, mit nachvollziehbarem Zertifikat.

Zubehör, das zusammenpasst

Dreifuss, Stativ und Prisma werden gemeinsam ausgewählt, nicht einzeln bestellt.

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Was am Lager ist, geht direkt raus. Lieferung in 2 bis 4 Arbeitstagen.

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Häufige Fragen

Der Dreifuss sitzt zwischen Stativkopf und Instrument. Er trägt die drei Fussschrauben zum Horizontieren und die Verriegelung für das Gerät. Er ermöglicht die Zwangszentrierung, also den Tausch von Instrument und Prisma auf demselben Punkt ohne erneutes Zentrieren.

Unter die Robotikstationen iCR50 bis iCR80 gehört der GDF323, unter die Tachymeter iCB50 und iCB70 sowie die Builder 309 und 509 der GDF301. Beide passen auf denselben 5/8-Zoll-Stativkopf, unterscheiden sich aber in der Instrumentenaufnahme.

Der Dreifuss wird einmal über dem Punkt zentriert und bleibt stehen. Instrument, Prisma und Zieltafel werden nacheinander in denselben Dreifuss gesetzt. Der Zentrierfehler zwischen den Aufstellungen entfällt, was bei Polygonzügen und Netzmessungen direkt in die Schlussabweichung durchschlägt.

Weil die iCON Instrumente ein eingebautes Laserlot besitzen. Ein zusätzliches optisches Lot im Dreifuss wäre eine weitere Justierstelle mit eigenem Prüfaufwand. Zentriert wird deshalb mit dem Instrument im Dreifuss, danach wird gegen den Zielträger getauscht.

Nicht für jede Messung. Die iCR70 und iCR80 verbinden sich ab Werk per Bluetooth mit dem Feldrechner. Der CCD18 stellt die Verbindung über Langstrecken-Bluetooth her, wenn Station und Lotstab weiter auseinander stehen. Für den Leica AP20 AutoPole ist er Voraussetzung.

Über den Adapter GAD105. Er nimmt die Miniprismen CRP111 und GMP111 mit Steckzapfen auf und setzt sie auf Lotstäbe und Träger. Miniprismen sind für enge Punkte gedacht, an die ein Rundprisma nicht mehr herankommt.

Über den USB-Stick MS1 mit 1 GB Speicher im Metallgehäuse. Er ist auf den Baustelleneinsatz ausgelegt und überträgt die Daten von den iCON Geräten auf Computer und Tablet.

Mechanisch passt jeder Dreifuss mit 5/8-Zoll-Anschluss auf das Stativ, entscheidend ist aber die Instrumentenaufnahme und die Qualität der Fussschrauben. Ein ausgeschlagener Dreifuss verschenkt genau die Genauigkeit, für die das Instrument bezahlt wurde. Wir prüfen und justieren Dreifüsse in der Werkstatt mit.

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