Das passende Stativ für Totalstation, Nivellier und Laser
Ein Instrument ist nur so genau wie der Unterbau, auf dem es steht. Sackt ein Bein während der Messung um einen Millimeter ein, hilft keine Winkelgenauigkeit von einer Bogensekunde mehr. Die Wahl richtet sich nach drei Dingen: welches Gerät oben aufsitzt, welche Aufnahme es dafür braucht und in welcher Höhe Sie arbeiten.
Zuletzt aktualisiert:
- 5/8 ZollGewinde auf allen Messstativen
- 0,37 bis 2,36 mNutzhöhen im Sortiment
- 4,6 bis 6,4 kgGewicht der Baustative
Warum das Stativ zur Genauigkeit gehört
Jede Messung setzt voraus, dass der Standpunkt während der Aufnahme steht. Bewegt sich das Stativ zwischen Stationierung und letztem Punkt, wandert die gesamte Aufnahme mit. Auf der Baustelle passiert das seltener durch grobe Stösse als durch Setzen im weichen Boden, durch Wärme in Alubeinen und durch nicht ganz angezogene Klemmungen.
Deshalb baut ein Messstativ anders als ein Fotostativ: kräftige Beinprofile, seitliche Klemmschrauben statt Rastungen, ein Spreizstopp gegen das Auseinanderlaufen und ein Kopf, der das Instrument verdrehsicher aufnimmt.
Was ein Messstativ leisten muss
- Standpunkt haltenKein Setzen und kein Verdrehen unter dem Gewicht des Instruments.
- Vibration dämpfenWind, Verkehr und Maschinen dürfen die Ziellinie nicht bewegen.
- Wiederholbar aufstellenSkala am Rohr und Klemmung bringen dieselbe Höhe zurück.
Kopf, Teller und Gewinde
Alle Messstative in unserem Sortiment tragen das 5/8-Zoll-Gewinde, den Standardanschluss der Vermessungstechnik. Ein Leica Dreifuss, ein Rotationslaser und eine GNSS-Antenne passen deshalb auf dasselbe Stativ. Unterschiedlich ist die Fläche darunter, und die entscheidet über den Einsatz.
Der flache Teller mit 154 Millimetern Durchmesser am Nivellierstativ gibt dem Dreifuss eine ebene, grosse Auflage. Der kleinere Teller mit 110 Millimetern an den Laserstativen ist auf die Aufnahmen von Rotations- und Baulasern zugeschnitten. Dazu kommt bei diesen Stativen der Kurbelhub: 545 Millimeter, mit denen Sie die Höhe fein anfahren, statt am Bein zu schieben.
Kurbelhub statt Schieben
Beim Laserstativ hebt eine Kurbel das Teleskoprohr. Die Höhe lässt sich damit auf den Millimeter anfahren und über die Skala am Rohr wiederholen. Auf der Baustelle heisst das: Meterriss einmal einstellen und beim nächsten Standpunkt exakt wieder treffen.
Stative im Vergleich
| Stativ | Für | Typischer Einsatz | Stärke |
|---|---|---|---|
| Holz Stativ | Totalstation | Stationierung im Freien | Dämpft, 110 bis 180 cm, 6,4 kg |
| iCS Carbon Stativ | Totalstation | Häufiges Umsetzen | Carbon: steif und leicht |
| Laser Stativ Schwer | Baulaser | Rohbau, Arbeit über Kopf | 0,90 bis 2,36 m, Kurbelhub |
| Laser Stativ Mittelschwer | Baulaser | Innenausbau, kurze Wege | 5,10 kg, Transport 1,02 m |
| Nivellier Stativ | Nivellier | Nivellement auf Ablesehöhe | Flacher Teller Ø 154 mm |
| TRI120 | Distanzmesser | Leica DISTO aufstellen | Tischstativ, 0,37 bis 1,16 m |
Für die Leica DISTO führen wir daneben die Tischstative TRI105 und TRI75. Genaue Nutzhöhen, Gewichte und Tellerdurchmesser stehen in den technischen Daten des jeweiligen Stativs.
Holz, Aluminium oder Carbon
Das Material entscheidet über Gewicht, Dämpfung und Verhalten bei Temperaturwechsel. Es gibt keine Ausführung, die überall gewinnt, sondern drei klare Profile.
Die drei Bauarten
- HolzDämpft Vibrationen, arbeitet kaum bei Temperaturwechsel. Die stabilste Basis für die Totalstation, dafür das schwerste Stativ.
- AluminiumRobust und günstiger, mit Kurbelhub und Schnellklemmung. Die übliche Wahl für Baulaser und Nivellier.
- CarbonSteif bei geringem Gewicht. Sinnvoll, wenn der Standpunkt oft wechselt und jedes Kilogramm mitgetragen wird.
Sicherer Stand auf glattem Boden
Auf Erde und Kies graben sich die Spitzen ein, auf Estrich, Fliesen und frischem Beton nicht. Dort laufen die Beine unter Last langsam auseinander, und die Stationierung wandert mit. Zwei Hilfsmittel verhindern das: ein Stativstern, der die Füsse verbindet, oder eine Bodenunterlage, in deren Bohrungen die Spitzen stehen.
Stativstern, Bodenunterlage, Stativteller und Ersatzteile für die Nedo-Stative finden Sie im Zubehör. Zum Stativ-Zubehör.
Warum ZETECH
Leica Partner seit 2003
Über zwei Jahrzehnte Erfahrung mit Instrument und Unterbau.
Holz, Alu und Carbon
Holz für die Standfestigkeit im Freien, Carbon für die Totalstation, Alu für den täglichen Lasereinsatz.
Ersatzteile am Lager
Handkurbel, Schnellklemmung und Schneckengetriebe für die Nedo-Stative einzeln.
Aufnahme vorher geklärt
Wir sagen Ihnen, welcher Adapter Ihre Station oder Ihren Laser auf den Stativkopf bringt.
Versand ab Lager
Was am Lager ist, geht direkt raus. Lieferung in 2 bis 4 Arbeitstagen.
Beratung aus Luzern
Persönliche Ansprechpartner statt anonymer Hotline.
Häufige Fragen
Ein schweres Messstativ mit 5/8-Zoll-Gewinde. Das Holzstativ ist die stabilste Wahl, weil Holz Vibrationen dämpft und bei Temperaturwechsel kaum arbeitet. Wechselt der Standpunkt häufig und zählt jedes Kilogramm, ist ein Carbon-Stativ die Alternative.
Mechanisch ja, solange beide das 5/8-Zoll-Gewinde tragen. Sinnvoll ist es nicht immer: Ein Nivellier braucht den flachen Teller als Auflage für den Dreifuss, ein Baulaser profitiert vom Kurbelhub, und eine Totalstation gehört auf ein Stativ, das ihr Gewicht ohne Verdrehen hält.
Die Kurbel hebt das Teleskoprohr über ein Getriebe. Sie fahren die Arbeitshöhe fein an, statt ein Bein zu lösen und nachzuschieben, und lesen den Wert an der Millimeterskala am Rohr ab. Beim Aufziehen des Meterrisses und beim Umsetzen zwischen Standpunkten spart das jedes Mal Zeit.
Der Dreifuss eines Nivelliers braucht eine ebene Auflage, auf der er satt aufliegt und mit der Zentrierschraube festgezogen wird. Der flache Teller mit 154 Millimetern Durchmesser bietet diese Fläche. Auf einem kleinen Laserteller läge der Dreifuss nur auf einem Teil seiner Fussfläche auf.
Holz für den festen Standpunkt mit Totalstation, wo Dämpfung und Temperaturstabilität zählen. Aluminium für Baulaser und Nivellier, wo Kurbelhub, Schnellklemmung und geringeres Gewicht wichtiger sind als die letzte Zehntelsekunde Winkelruhe.
Mit einem Stativstern oder einer Bodenunterlage. Beide fixieren die Spitzen, sodass die Beine nicht auseinanderlaufen und der Boden nicht zerkratzt wird. Ohne Fixierung wandert der Standpunkt unter Last langsam, oft ohne dass es jemand bemerkt.
Für Totalstation und Nivellier reicht Augenhöhe, üblich sind 1,0 bis 1,8 m. Beim Rotationslaser hängt es von der Aufgabe ab: Für Deckenarbeiten und Höhenübertragung über Kopf braucht es ein Stativ, das bis über zwei Meter kommt.
Unsicher, welches Stativ zu Ihrem Gerät passt?
Sagen Sie uns, welches Instrument Sie aufstellen und auf welchem Untergrund Sie arbeiten. Wir empfehlen Stativ, Teller und die passende Bodensicherung.









